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Das Projekt "Guide4Blind"

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Neue Wege im Tourismus auch für blinde und sehbehinderte Menschen

Das Projekt „Guide4Blind - Neue Wege im Tourismus auch für blinde und sehbehinderte Menschen" ist Teil der Initiative NAV4BLIND und ein Region förderndes touristisches Infrastruktur - Forschungsvorhaben. Durch die Entwicklung und Pilotierung barrierefreier Tourismusanwendungen und verkehrsmittelübergreifender Navigationslösungen für blinde und sehbehinderte Menschen wird dieses Projektvorhaben zur Verbesserung der Mobilität und der Lebensqualität dieser Menschen beitragen und die Region Soest so zu einem vorerst einzigartigen Ort in Deutschland machen.

"Guide4Blind" als Gemeinschaftsprojekt des Kreises Soest und der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Soest mbH, gehört zu den Gewinnern des Tourismuswettbewerbes Erlebnis.NRW und wird im Rahmen des NRW-EU-Programms „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung 2007-2013" (EFRE) mit 1.6 Mio Euro gefördert. Die Projektlaufzeit beträgt 2 Jahre und endet Ende Juli 2011.

Bundesweit leben zurzeit 145.000 blinde und 1.200.000 stark sehbehinderte Menschen. In NRW sind allein 69.000 und weltweit sogar 45.000.000 Menschen betroffen. Die Nachfrage nach Unterstützung für die besagte Gruppe ist groß. Dies zeigt sich auch in dem Bedarf an Weiterbildungen, wie sie in Soest angeboten werden, durch z.B. die Westfälische Schule für Blinde, das Berufsbildungswerk für Blinde und Sehbehinderte und das Westfälisches Berufskolleg für Blinde und Sehbehinderte. Alle Einrichtungen dienen dazu die Blinden und Sehbehinderten schulisch und beruflich weiter zu qualifizieren. Somit erlangen sie ein Stück Selbstständigkeit zurück. Ihnen ein Stück selbstständig wieder zugeben, ist auch Ziel dieses Projektes. Mit "Guide4Blind" wird die Mobilität dieser Klientel weiter gesteigert.  

Die Umsetzung des Projektes bedeutet aber nicht nur für die mobilitätsbehinderte Gruppe blinder und sehbehinderter Menschen eine deutliche Steigerung der Lebensqualität und neue Möglichkeiten der Teilhabe am touristischen Leben, sondern auch die wesentliche Erweiterung eigener persönlicher Möglichkeiten nach Übertragung der Techniken in die unterschiedlichen Lebensräume.

Die Verbesserungen hinsichtlich der Bedienbarkeit und der Benutzerfreundlichkeit von touristischen Informationssystemen für blinde und sehbehinderte Menschen sind häufig auch für ältere Menschen mit Behinderungen oder für jüngere Menschen mit Konzentrationsproblemen, Leseschwächen oder geringer Schulbildung interessant. Diese Personen werden von Methoden zur blindenfreundlichen, barrierefreien Interaktion mit komplexen Informations- und Navigationssystemen ebenso profitieren. Den Anwendern werden neue Wege eröffnet, ihre Urlaubsregion über eine Routenplanung und mobile Routenführung aktiv kennen zu lernen und zu erleben. Das Besondere des „Guide4Blind" ist, dass Benachteiligten mehr Mobilität und Selbstständigkeit ermöglicht wird. Ein Blinder wird zum "normalen" Touristen. Zugleich bietet die Technik die Chance auch für andere Nutzer, die Beziehungen zu attraktiven Städten und Naturräumen zu verstärken. Damit werden nicht nur Barrieren abgebaut, sondern auch Brücken und Bindungen für das Zusammenwachsen gemeinsamer Interessen unserer Bevölkerung gebaut.
Dieses Projekt ist Teil eines nachhaltigen regionalen touristischen Konzepts, das auf die Regionale 2013 und die Landesgartenschau vorbereitet. Zentrale Elemente der Konzeption sind auf die Regionale Südwestfalen 2013 und auf eine eventuell durchzuführende Landesgartenschau übertragbar.

 

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