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Landrätin nimmt Preis für Projekt entgegen

Thomas Buschmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Region Bielefeld/Ostwestfalen/Osnabrück der Deutschen Bank (4. v. l.) zeichnete das Projekt NAV4BLIND in der Soester Stadthalle als Preisträger des bundesweit ausgetragenen Innovationswettbewerbs "365 Orte im Land der Ideen" aus. Mit dabei waren (von links) Jörn Peters, Projektleiter NAV4BLIND beim Kreis Soest, Markus Schmelter, Leiter Öffentlicher Sektor Ostwestfalen-Lppe der Deutschen Bank, Tom Hartley, Kreis Soest, Eva Irrgang, Landrätin des Kreises Soest, Andreas Bethke, Geschäftsführer des Deutschen Blinden- und Sehbehinderten-Verbandes e. V. sowie Angelika Gemkow, Beauftragte der Landesregierung NRW für die Belange der Menschen mit Behinderung. Foto: Weinstock/Kreis Soest


NAV4BLIND für Zukunftsfähigkeit als „Ausgewählter Ort 2008" ausgezeichnet.

Das Projekt NAV4BLIND wurde am Dienstag, 13. Mai, in der Stadthalle Soest von Thomas Buschmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Region Bielefeld/Ostwestfalen/Osnabrück der Deutschen Bank für seine Zukunftsfähigkeit als „Ausgewählter Ort" im Land der Ideen ausgezeichnet. Das Projekt ist damit einer der Preisträger des bundesweit ausgetragenen Innovationswettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen".

Thomas Buschmann betonte in seiner Laudatio: „NAV4BLIND beweist uns eindrucksvoll, was wir mit visionären Ideen, Beharrlichkeit, Umsetzungsstärke und leidenschaftlichem Engagement hierzulande erreichen können. NAV4BLIND gestaltet Zukunft."

Eva Irrgang, Landrätin des Kreises Soest, freut sich über die Auszeichnung: „Wir sind sehr stolz, dank des Engagements von Mitarbeitern der Kreisverwaltung ein ausgewählter Ort im Land der Ideen zu sein. Besonders hervorheben möchte ich Jörn Peters vom Katasteramt, Ideengeber und Motor des Projekts NAV4BLIND. Seinem Einsatz ist es zu verdanken, dass seit 2006 die Navigation von blinden und sehbehinderten Menschen auch wesentlich mit dem Kreis Soest verbunden ist."

Das Projekt NAV4BLIND ist ein vielschichtiges Forschungsvorhaben, an dem unter Federführung des Kreises Soest ein Netzwerk mit Partnern der Wirtschaft, Forschung, Verwaltung sowie Blindeneinrichtungen und Verbänden arbeitet. Entwickelt werden Techniken für blinde und sehbehinderte Menschen, mit dem Ziel, ihre Lebensqualität zu verbessern. Die für die Orientierung bzw. Navigation entwickelten Anwendungen und Systeme sollen den blinden und stark sehbehinderten Menschen helfen, sich auch in unbekannten Umgebungen zurechtzufinden. Anwendungen wird es sowohl für die Navigation im Freien (outdoor), als auch in Gebäuden (indoor) geben. So können beispielsweise Sehenswürdigkeiten und Museen besser gefunden werden. Die technischen Lösungen arbeiten mit verbesserten Genauigkeiten, die zum Beispiel eine Führung in ca. 50 Zentimeter breiten virtuellen Korridoren ermöglicht.

Die Preisverleihung war eingebettet in eine öffentliche Präsentation mit einer Ausstellung sowie Vorträgen und Aktionen in der Stadthalle Soest. Neben Informationen über das Projekt wurde ein Überblick über moderne technische Möglichkeiten der Blindennavigation gegeben.

Rund 1.500 Orte hatten sich mit ihren Ideen an dem Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen" beteiligt, den die Standortinitiative „Deutschland - Land der Ideen" gemeinsam mit der Deutschen Bank seit nunmehr drei Jahren unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler ausschreibt. „Wir haben hierzulande in vielen Bereichen engagierte und mutige Bürger, die mit ihrem Einsatz anderen Mut machen, Potenziale zu entfalten und Chancen zu nutzen. Wir wollen Botschafter für diese Leistungskraft sein und zeigen: Deutschland ist ein Land der Ideen", begründet Thomas Buschmann das Engagement der Deutschen Bank. (ah)

Quelle & Kontakt
Kreis Soest
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